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Japan-Tag in Düsseldorf wieder mit Feuerwerk

460806_web_R_K_by_Gisela Peter www.peter-gisela.de_pixelio.de (2)Mit Japan verbindet Düsseldorf so einiges. Viele Menschen aus Ostasien fühlen sich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wohl. Das zeigt zum Beispiel die „japanische Gemeinde“, die mehr als 6.500 Mitglieder hat. Damit ist Düsseldorf die erste und bisher einzige Japantown in Deutschland. Seit über 50 Jahren zählen Japaner zu den Einwohnern.

Der Japan-Tag wurde 2002 als deutsch-japanisches Begegnungsfest ins Leben gerufen. Seitdem kommen jedes Jahr etwa eine halbe Million Besucher, um die japanische Lebenskultur hautnah kennenzulernen. In diesem Jahr erwartet sie wie gewohnt ein prallgefülltes Veranstaltungsprogramm, angefangenen von traditionellen Tanzvorführungen bis hin zum großen Feuerwerk am Abend.

Veranstaltungszentrum ist die Rheinuferpromenade. Hier und in den umliegenden Straßen werden Dutzende von Zelten und Ständen aufgebaut, die sich auf moderne und altehrwürdige Weise mit dem Thema Japan beschäftigen. Zuschauen und Mitmachen ist gleichermaßen möglich. Wer möchte, kann sich beim Zeichnen von Mangas ausprobieren, die Grundlagen der Kalligraphie erlernen oder sich einer anderen fernöstlichen Kunstfertigkeit widmen.

Das Japan der Gegenwart präsentiert sich technisch hochentwickelt und überaus modern. In Nordrhein-Westfalen und speziell in Düsseldorf sowie in der näheren Umgebung der Stadt sind viele japanische Unternehmen ansässig. Es versteht sich von selbst, dass sie gleichfalls ihren Teil zum Japan-Tag beitragen. Besucher im Zelt des Generalkonsuls treffen zum Beispiel auf einen innovativen Roboter. Alte Traditionen werden dagegen bei den gastronomischen Angeboten großgeschrieben. In über 20 Zelten werden Klassiker der japanischen Küche sowohl in Form von Speisen als auch in Form von Getränken gereicht.

Der Burgplatz ist Standort der Hauptbühne, wo ab 13.30 Uhr ein buntes Programm geboten wird. Den Anfang machen die Trommler der Gruppe „Tentekko Taiko“. Später geben sich der Männerchor des Japanischen Clubs, die Bläsergruppe der Japanischen Internationalen Schule und das Bambus-Flötenensemble „Satoshi Katano“ die Ehre. Sehenswert sind weiterhin der Schwerttänzer Taro Nashiba und die Sängerin Takemi Kakizaki. Letztere bringt nicht nur klassische Volksweisen zu Gehör, sondern wird außerdem von ihrer Band „Orand“ auf typisch japanischen Instrumenten wie dem Lauteninstrument Tsugaru-Shamisen und den Taiko-Trommeln begleitet.

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Japan-Tages wird die weit über die Grenzen hinaus bekannte Popkultur des Landes sein. Dazu gehören ohne Zweifel die Manga-Comics und Cosplay, ein Verkleidungstrend, der seinen Ursprung in den japanischen Animes und Mangas hat. An über zehn Ständen und auf der Bühne am Mannesmannufer steht alles im Zeichen davon. Um 14 Uhr beginnt das Bühnenprogramm, welches unter anderem einen Karaoke-Wettbewerb sowie eine Modenschau mit den neuesten Cosplay-Modetrends beinhaltet. Das Düsseldorfer Goethe-Institut lädt zudem zu einem Mal- und Zeichenwettbewerb ein, dessen Gewinner ein Flug nach Japan winkt.

Sportlich geht es auf der Bühne am Johannes-Rau-Platz zu. Wie sollte es anders sein: Es sind vordergründig Kampfsportarten, die hier vorgeführt werden. Auf dem Plan stehen Vorführungen im Sumo, Judo, Aikido, Karate und dem Stangenwaffenkampfsport Naginata. Auch an die jüngsten Festbesucher wurde gedacht. Sollte sich in dem reichhaltigen Unterhaltungsangebot nicht das Passende finden, stehen ein Klettergarten und ein Trampolin zum Austoben bereit.

Das 25-minütige Feuerwerk bildet den krönenden Abschluss des Japan-Tages. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es den Himmel über Düsseldorf unter dem Motto „Bäume, Blumen, Tiere – die Welt der Natur“ in ein buntes Farbenmeer verwandeln. Man darf gespannt sein, wie der extra aus Japan angereiste Pyrotechnikprofi die Umsetzung vornehmen wird.

Bildquelle: &copy; Gisela Peter www.peter-gisela.de / <a href=“http://www.pixelio.de/media/460806“ rel=“nofollow“>Pixelio.de</a>

Spektakuläres Feuerwerk begeisterte zum Jubiläum von Rhein in Flammen

194699_web_R_K_by_rolibi_pixelio.de (2)Eine Pyroshow der Superlative! Das ist wohl der richtige Ausdruck für das spektakuläre Feuerwerk, welches am Abend des 7. Mai in Bonn über dem Rhein in die Höhe stieg. Es war mal wieder Zeit für „Rhein in Flammen“. Und da es dieses Jahr den 30. Geburtstag des Events zu feiern gab, machten sich die Veranstalter schon lange im Vorfeld Gedanken darüber, wie das Jubiläum gebührend begangen werden kann.

Feuerwerk gehört schon immer zu „Rhein in Flammen“ dazu. So sollte es natürlich auch in diesem Jahr sein, aber es musste etwas Neues, noch nie Dagewesenes her. Also gab es am Samstagsabend gegen Mitternacht ein Höhenfeuerwerk in ungeahnten Dimensionen zu bestaunen. Genaugenommen waren es sechs Feuerwerke, die den Himmel weithin sichtbar erhellten. Dazu strahlten ungefähr 800 Bengalfeuer am Boden. Das Ganze wurde selbstverständlich durch musikalische Begleitung perfekt in Szene gesetzt.

Angesichts des guten Wetters und des angekündigten Feuerwerkspektakels fanden sich bereits lange Zeit vorher Zehntausende von Menschen an der Bonner Rheinaue ein, um sich einen guten Platz zu sichern. Sie wurden nicht enttäuscht. Drei Tage wurde am Rheinufer gefeiert, wobei das Feuerwerk am Samstag wohl das größte Highlight darstellte.

Ein anderes ist das Eintreffen des Schiffskonvois. Das Ankommen der hell erleuchteten Schiffe – 44 an der Zahl waren es diesmal – bildet den Auftakt der abendlichen Lichtershow. Um die 13.000 Passagiere waren an Bord und verfolgten das riesige Höhenfeuerwerk aus nächster Nähe. Sie hatten den exklusivsten Platz und waren sozusagen ein Teil der Show, denn sie befanden sich auf den Schiffen, die den Rhein „von unten“ beleuchteten. Die Menschen am Ufer indes hatten einen fantastischen Blick über das gesamte Szenario. Sie schauten von oben herab auf die Schiffe und konnten gleichzeitig das bunte Lichtermeer am Himmel genießen.

Unabhängig davon, welcher Standort gewählt wurde, am Ende waren sich sowohl die Besucher an Land als auch die Besucher auf dem Wasser einig, dass sie einer einzigartigen, kaum zu übertreffenden Jubiläumsshow beigewohnt hatten.

Wenn „Rhein in Flammen“ in Bonn Station macht, wird ebenfalls traditionell die Open-Air-Saison eröffnet. Fast 30 Kilometer lang war die diesjährige Festivalmeile, die sich am Ufer des Rheins entlang zog. Hier waren unter anderem drei Bühnen aufgebaut, die ein Musikprogramm für Jedermann boten. Über besonders viel Zulauf konnten sich die Künstler auf der Hauptbühne freuen. Zu sehen waren etwa die Bands „Kasalla“, „Dirty Deeds“ und „Querbeat“. Auf dem „Tanzberg“ heizte beispielsweise Dr. Motte den Tanzwütigen ein. Die „Rheinimpuls-Bühne“ nutzten junge Nachwuchskünstler aus der Region, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Am Sonntag nun zogen die Veranstalter das Resümee und konnten eine Rekordbesucherzahl vermelden: Sage und schreibe eine halbe Million Gäste wurden insgesamt an den drei Tagen verzeichnet. Davon entfielen bereits 120.000 auf die Bonner Rheinaue. Ein tolles Ergebnis, das der beste Beweis für eine gelungene Veranstaltung ist.

Die Strecke von Linz nach Bonn ist der erste Termin im alljährlichen Veranstaltungskalender von „Rhein in Flammen“. Vier weitere Termine folgen. Weiter geht es am ersten Samstag im Juli mit der Strecke von Niederheimbach nach Bingen beziehungsweise Rüdesheim. Wer noch einen Platz auf einem Schiff ergattern möchte, muss großes Glück haben. Die Tickets sind zum Teil schon ein Jahr vorher ausverkauft. Jedes Jahr erhöht sich allerdings die Zahl der teilnehmenden Schiffe, sodass durchaus die Möglichkeit besteht, Eintrittskarten auch noch kurzfristig zu bekommen.

Bildquelle: © rolibi / Pixelio.de

Kölner Lichter dieses Jahr mit bombastischem Feuerwerk

525490_web_R_K_by_Susanne Beeck_pixelio.de (2)Ein „Megafeuerwerk“, das versprechen die Veranstalter den Besuchern der diesjährigen „Kölner Lichter“. „Der Feuerwerker öffnet die Werkzeugkiste“ ist ein Teil des Mottos, unter dem die Musik- und Feuerwerksveranstaltung in diesem Jahr steht. In einer 30-minütigen Pyroshow werden Kontraste geschaffen. Von 23.30 Uhr bis 0.00 Uhr steigen dafür unter musikalischer Begleitung Feuerwerkskörper in den Kölner Nachthimmel auf. Gezündet werden sie auf zwei Schiffen, die in der Mitte des Rheins in Höhe des Tanzbrunnens festgemacht sind.

Damit das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, haben über 40 Pyrotechniker und Helfer alle Hände voll zu tun. Sie stammen vom Unternehmen Weco, welches von der ersten Stunde an für die pyrotechnische Umsetzung verantwortlich ist. Drei Tage werden allein für den Aufbau benötigt. Es gibt mehrere Begrüßungsfeuerwerke und ein Hauptfeuerwerk.

Die Herausforderung für die erfahrenen Fachleute besteht unter anderem darin, die große Pyroshow synchron zur Musik zu zünden. Umgedreht muss die Musikkomposition exakt an den Ablauf des Feuerwerks angepasst werden. Eine gewaltige Aufgabe für Georg Alef und sein Team. Sie planen eine bis ins kleinste Detail stimmige Choreographie, die sich aus Musik, Feuerwerk und Farben zusammensetzt und dem zweiten Teil des Mottos – „Kontraste“ – alle Ehre macht. Proben unter realen Bedingungen ist kaum möglich. Schließlich können die knapp 4,7 Tonnen benötigten Feuerwerkskörper nicht einfach mal zu Übungszwecken abgebrannt werden. Auch für die Pyrotechniker stellt sich also jedes Mal die spannende Frage: Klappt alles so, wie es hundertfach am Computer durchgespielt wurde?

Immerhin: Übung dürften die Mitwirkenden mittlerweile genug haben. Zum 16. Male finden die „Kölner Lichter“ statt. Sie wurden anlässlich der Veranstaltungsreihe „Rhein in Flammen“ ins Leben gerufen. Es ist Tradition, den den Rhein hinauffahrenden, hell erleuchteten Schiffskonvoi mit Feuerwerk zu begrüßen. In diesem Jahr werden 51 Schiffe erwartet. Sie kommen aus Porz und fahren in Richtung Kölner Innenstadt. Während sie die Strecke zurücklegen, steigen fünf Begrüßungsfeuerwerke auf. Der Rheinauhafen wird mit Bengalischem Feuer ausgeleuchtet. Außerdem wird der Konvoi von Night-Glowing-Heißluftballons begleitet. Es handelt sich dabei um „glühende“ Ballons. Sie werden von innen beleuchtet und erwecken dadurch den Eindruck, als würden sie glühen. Eine tolle Ergänzung zu den zahlreichen Lichtern auf dem Wasser und an Land. Damit die Besucher am Ufer ebenfalls ihren Beitrag leisten können, werden an sie kostenlos Wunderkerzen ausgegeben. Sie sollen beim Einlaufen der Schiffe entzündet werden.

Wer hautnah am Rheinufer dabei sein möchte, wird gebeten, bis spätestens 20 Uhr anzureisen. Wie in den vergangenen Jahren werden einige Straßen und Brücken gesperrt. Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel muss ebenfalls mit Wartezeiten und Einschränkungen gerechnet werden.

Rund um die „Kölner Lichter“ und „Rhein in Flammen“ gibt es selbstverständlich ebenfalls wieder ein buntes Rahmenprogramm. So treten am Samstagabend ab 20.15 Uhr zur Einstimmung auf den mitternächtlichen Höhepunkt die „Bläck Fööss“ am Tanzbrunnen auf. Sie heizen den Besuchern mit neuen und alten Songs ein. Leider ist die Party im Tanzbrunnen bereits ausverkauft, über Lautsprecher rechts und links des Flusses werden aber die Aufritte der jeweiligen Künstler live übertragen.

Um 21.15 Uhr startet das traditionelle Ruderrennen auf dem Rhein mit dem Stadt-Achter-Rennen. Ausrichter ist der ortsansässige Ruderverein. Insgesamt kämpfen 80 Teilnehmer in zehn Teams um den Sieg.

Bildquelle: &copy; Susanne Beeck / <a href=“http://www.pixelio.de/media/525490“ rel=“nofollow“>Pixelio.de</a>

Feuerwerk wird in der EU und in Deutschland unterschiedlich definiert

749944_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de (2)Deutschland ist ein Land mit sehr strengen Vorschriften, was Feuerwerk betrifft. Vielmehr sind es die strengsten Gesetze diesbezüglich, die hierzulande gelten. Die Verordnungen erstrecken sich auf den Kauf, den Besitz und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

Vielen Feuerwerksanhängern werden die in Deutschland geltenden Gesetze zum Verhängnis. Sie kaufen im Ausland Böller, weil diese häufig über einen wesentlichen höheren Knalleffekt als die in Deutschland erlaubten verfügen. Jene Böller sind aber auch gefährlicher, weshalb die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) nicht müde wird, regelmäßig davor zu warnen.

Gleichzeitig weist die BAM immer wieder auf die Unterschiede zwischen den in der EU und den in Deutschland bestehenden Vorschriften hin. In einem EU-Land erworbenes Feuerwerk ist nicht automatisch in Deutschland zugelassen. Das weiß kaum jemand und beim Kauf wird üblicherweise nicht darauf hingewiesen. Der Käufer ist sich selbst überlassen und trägt alle Risiken. Das bezieht sich sowohl auf die gesundheitlichen als auch auf die strafrechtlichen.

Um die Gefahren für die Gesundheit gering zu halten, empfiehlt die BAM, zu Feuerwerksartikeln mit Registriernummer und CE-Zeichen zu greifen. Letzteres beweist, dass der Artikel einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurde. Das Siegel des Verbandes der pyrotechnischen Industrie VPI ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich um legale Feuerwerkskörper handelt.

Jedes Jahr vor Silvester testet die BAM eine große Vielzahl von Böllern, Raketen und weiterer Pyrotechnik. Allerdings besteht das Problem des illegalen Feuerwerks inzwischen ganzjährig. Der Feuerwerksverkauf boomt vor allem in Polen und Tschechien, wo auf Märkten zwischen Ständen mit Lebensmitteln, Kleidung und anderen Waren auch Böller verkauft werden. Ähnlich ist es in Dänemark. Das öffentliche Feilbieten von Feuerwerkskörpern ist aber kein Indiz dafür, dass es sich um legale ungefährliche Knallkörper handelt.

Sogar Knaller mit gefälschten Kennzeichnungen, die geprüfte Sicherheit vorgaukeln sollen, sind bereits im Umlauf. Vor einer Strafe oder – noch schlimmer – vor Verletzungen schützen diese jedoch nicht. Werden derartige pyrotechnische Artikel von der Polizei oder einer Ordnungsbehörde entdeckt, drohen Geldbußen bis zu 50.000 Euro und eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Das deutsche Sprengstoffgesetz sieht in der Einfuhr von illegalem Feuerwerk einen Verstoß gegen geltendes Gesetz, der entsprechend streng geahndet wird.

Es sollte allerdings nicht nur die Angst vor einer Geld- oder Gefängnisstrafe sein, die vom Kauf illegalen Feuerwerks abhält. Das Abbrennen von diesem ist stets ein Spiel mit der eigenen Gesundheit und der anderer Menschen. Im schlimmsten Falle kann es zum Tod führen. Die Böller werden mit einer größeren Menge an explosiven Stoffen gefüllt, um lauter zu knallen. Zumeist ist es Schwarzpulver, das Verwendung findet. Mehr Explosionsstoffe bedeutet gleichzeitig mehr Detonationswucht. Auch weitere Faktoren sind sicherheitstechnisch äußerst bedenklich. Ist beispielsweise ein mit mehr Schwarzpulver gefüllter Knallkörper mit einer zu kurzen Lunte versehen, ist das Risiko groß, dass jener noch in der Hand explodiert. Erhebliche Verletzungen wie etwa der Verlust von Fingern oder gar der ganzen Hand sind die Folge. Bleibt die Zeit, um den Böller wegzuwerfen, aber nicht mehr rechtzeitig aus dem Explosionsbereich zu kommen, ist gleichfalls mit schweren Verletzungen zu rechnen.

Allein diese drohenden Gefahren sollten Grund genug sein, um zu geprüften Feuerwerk aus dem deutschen Fachhandel zu greifen. Vor allem wenn Kinder der Knallerei beiwohnen, sollte sichere legale Pyrotechnik eine Selbstverständlichkeit sein.

Bildquelle: © Tim Reckmann / Pixelio.de

Dieses Jahr gibt es kein Feuerwerk beim Volksfest in Indersdorf

314085_web_R_K_by_Eva Apelt_pixelio.de (2)Das Volksfest in Markt Indersdorf in Bayern hat eine lange Tradition und ist ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Vom 29. April bis 8. Mai ist es wieder soweit. Dann herrscht Ausnahmezustand in der sonst so beschaulichen Gemeinde. Allerdings wird ein Höhepunkt in diesem Jahr ausfallen: das Feuerwerk. Das sei einerseits dem zurückgegangenen Interesse zuzuschreiben, andererseits wolle man unter Rücksichtnahme auf die Natur die Knallerei bleibenlassen, erklärte Organisator Josef Schuster. Das eingesparte Geld soll der örtlichen Fußballerjugend und einem Naturschutzprojekt zu Gute kommen.

Offiziell untersagt wurde das Feuerwerk nicht. Vielmehr wurde sich aufgrund der in der Vergangenheit gemachten Beobachtungen und der Lage des Ortes zum Weglassen entschlossen. Der Festplatz liegt in unmittelbarer Nähe zum Landschaftsschutzgebiet der Glonnauen. Dort lebt eine Vielzahl von Vögeln, die sich aktuell in der Nistzeit befinden. Sie könnten durch die Knallerei gestört und vertrieben werden. Als Hundebesitzer denkt Schuster auch an die Haustiere der Indersdorfer. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie die Tiere bei einem Feuerwerk leiden.

Außerdem haben die Veranstalter und der Festwirt in den letzten Jahren bemerkt, dass die Pyroshow am Himmel nur noch wenig Beachtung findet. Es wird kaum noch zugeschaut und so entschloss man sich, das Geld lieber für einen guten Zweck zu verwenden. Als endgültige Absage sei die Entscheidung gegen das diesjährige Feuerwerk nicht zu verstehen. Es kann durchaus sein, dass in den kommenden Jahren zu den Highlights des Volksfestes auch wieder ein Feuerwerk zählen wird.

An Attraktionen wird es dennoch nicht mangeln. Eine davon ist der Vergnügungspark mit Fahrgeschäften und Buden. Er öffnet am Montag, Dienstag und Freitag jeweils um 14 Uhr, am Mittwoch zum Kinder- und Familientag sowie am Samstag bereits um 13 Uhr und an den Feiertagen (1. Mai und Christi Himmelfahrt am 5.Mai) sogar schon um 11 Uhr. Dazu wird ein Festzelt aufgestellt, in dem täglich Veranstaltungen stattfinden. Zu diesen ist der Eintritt frei.

Am Freitag, dem 29. April, geht es mit einem großen Festzug los. Dazu wird um 17.30 Uhr zu einem Standkonzert mit Bierprobe auf dem Marktplatz geladen. Um 18 Uhr stellen sich die Vereine auf und marschieren ab 18.15 Uhr in Richtung Volksfestplatz. Um 18.30 Uhr wird das erste Bierfass vom 1. Bürgermeister Franz Obesser angezapft. Jener begrüßt im Rahmen dessen ebenfalls die teilnehmenden Vereine. Um 19 Uhr startet das offizielle Festprogramm. Den Auftakt machen die „Glonner Trachtlern“ und die „Blaskapelle Langenpettenbach“. Zudem wird es Gastauftritte von „Zwirbeldirn“ und „FreeBeer & Chicken“ geben.

Genauso abwechslungsreich präsentiert sich das Programm in den darauffolgenden Tagen. Am Samstag ist Seniorennachmittag. Am Sonntag gibt es einen zünftigen Mittagstisch im Festzelt. Am Donnerstag wird zum Vatertagsfrühschoppen geladen. Am Freitag und Samstag heizt die Partyband „Ois Easy“ den Gästen ein. Der Sonntag steht ganz im Zeichen des „Volkfest-Endspurts“. Noch einmal treffen alle zum Mittagstisch im Festzelt zusammen. Ab 15 Uhr wird mit den „Indersdorfer Musikanten“ das Ende des Festes würdig begangen. Bei einem solchen Programm fällt das Fehlen eines Feuerwerks wohl kaum auf.

Für Festbesucher, die mit dem Auto kommen, steht ein kostenloser Großparkplatz direkt am Festplatz zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Taxistand am Festplatz und die S-Bahnlinie 2 aus Richtung München beziehungsweise Altomünster kann zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt werden. Sie hält am Bahnhof Indersdorf.

Zum Ausschank kommt ein speziell für den Anlass gebrautes Festbier der Brauerei „Kapplerbräu“ aus Altomünster.

Bildquelle: © Eva Apelt / Pixelio.de

700-Jahr-Feier in Radevormwald mit großem Feuerwerk

717956_web_R_K_B_by_Dirk Kruse_pixelio.de (2)Vom 5. bis 8. Mai gibt es in Radevormwald im Bergischen Land richtig was zu feiern, nämlich das 700-jährige Bestehen der Stadt. Im Jahre 1306 wurde ihr das dazu notwendige Recht verliehen. Damit ist sie eine der ältesten Städte der Region. Selbstverständlich wird es dem Anlass entsprechend eine riesige Party geben. Schon seit etwa einem Jahr sind zahlreiche Organisatoren und Sponsoren mit der Programmplanung beschäftigt. Da wundert es nicht, dass wortwörtlich ein Highlight das andere ablöst.

Los geht es mit einem Mittelaltermarkt am 5. Mai. An diesem Tag ist Christi Himmelfahrt, sodass wohl mit einer großen Besucherschar gerechnet werden kann. Am darauffolgenden Wochenende verwandelt sich die Gegend vom Festplatz bis zur Lindenstraße in eine Partymeile, die für Alt und Jung ein überaus abwechslungsreiches Programm bietet. Es wird eine Aktiv- und Sportmeile, eine Show mit Oldtimern und Traktoren, eine Kunst- und Kreativmeile, Motorsport mit Überschlagsimulation, einen historischen Jahrmarkt, ein unterhaltsames Bühnenprogramm und vieles mehr geben. Am Sonntag, den 8. Mai, haben die Geschäfte geöffnet.

Ein Höhepunkt ist der Festzug, den Moderator Jürgen Fischer von der Bühne aus kommentieren wird. Jener dürfte den Besuchern der Stadtfeste 2014 und 2015 bestens bekannt sein. Schon damals führte er durch das Programm. Jede am Festzug teilnehmende Gruppe wird durch Fischer gebührend angekündigt. Außerdem wird er allerlei Wissenswertes über diese berichten. Die Festabende stehen ganz im Zeichen von Tanz und Musik. Gleich drei Coverbands wurden dafür engagiert. Die „Performance Live Band“, „Replik“ und „Achtung Baby!“ werden den Festbesuchern ordentlich einheizen.

Eine besondere Freude für die Organisatoren ist es, dass es ihnen anlässlich des denkwürdigen Jubiläums endlich wieder einmal gelungen ist, für die Gäste ein großes Feuerwerk ausrichten zu können. Dieses wird auf dem Jahnplatz in den Himmel steigen. Von dort aus seien die Raketen nahezu in der ganzen Stadt zu sehen, wurde als Grund für die Standortwahl genannt.

Die Händler in der Innenstadt sind gleichfalls aktiv an der Ausrichtung des Stadtfestes beteiligt. Sie werden vor und in ihren Geschäften verschiedene Aktionen starten. Das Schuhhaus Habermann etwa lädt zum Testen von Lowa-Wanderschuhen auf einer eigens dafür hergerichteten Teststrecke ein. Ein anderer Händler wird mit einer Band seinen Kunden das Stöbern in seinem Laden verschönern. Der Weg durch die Innenstadt ist gesäumt von Imbiss-, Informations- und Verkaufsständen. Erwähnung soll ebenfalls das Gewinnspiel finden. Als Hauptpreis winkt ein Rundflug über die Stadt. Außerdem gibt es Einkaufsgutscheine zu gewinnen.

Die Programmplanung sei noch nicht komplett abgeschlossen, teilten die Festorganisatoren mit, die bereits genannten Punkte sind aber schon fest. Es kann allerdings durchaus sein, dass noch Angebote hinzukommen.

Das Jahr 2016 wurde in Radevormwald zum Festjahr ausgerufen. Das Stadtfest ist somit nicht die einzige Feierlichkeit, die in diesem Jahre ausgetragen wird. Auch wurde eigens für das Jubiläum ein Post-Sonderstempel entworfen. Als Vorlage diente das alte Stadtsiegel. Am 6. und 7. Mai können sich Interessenten im Rahmen des Stadtfestes einen Stempelabdruck an einem Stand vor der Filiale der Deutschen Post am Schlossmacherplatz in der Zeit von 10 bis 18 Uhr abholen. Wer eine der 2.000 Rader Jubiläumspostkarten ergattert hat, kann sich den Stempel standesgemäß darauf aufbringen lassen und hat damit eine schöne Erinnerung an das großartige Fest zum 700. Geburtstag der Stadt.

Bildquelle: © Dirk Kruse / Pixelio.de

Ärger um traditionelles Feuerwerk der Uerdinger Kirmes

Vom 23. bis 27. Juli 2016 findet in Uerdingen, einem Stadtteil von Krefeld, die alljährliche Kirmes statt. Die Veranstaltung blickt auf eine über 200 Jahre alte Geschichte zurück. Ein Höhepunkt derselben ist das große Abschlussfeuerwerk. Doch genau darüber gibt es bereits jetzt hitzige Debatten.

Kirmes und Feuerwerk gehören in Uerdingen untrennbar zusammen. Bislang stiegen die Feuerwerkskörper immer auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins in die Luft. Den Zuschauern bot sich vom Rheindeich aus ein großartiger Blick auf das Spektakel. Der davor strömende Fluss war die ideale Kulisse dafür. Nachdem allerdings ein Besucher vom Deich trotz der vorhandenen Absperrmauer in den Rhein gestürzt war, wurden die Sicherheitsauflagen verschärft. Die Hafenverwaltung sieht sich nun außer Stande, die Kosten für die notwendige Verkehrssicherungspflicht zu tragen. So kamen die Verantwortlichen alle an einem Tisch zusammen, um eine Lösung zu finden. Diese befriedigt aber nicht jeden.

Das traditionelle Feuerwerk wird inzwischen seit drei Jahren auf dem Alten Markt, dem Veranstaltungsort der Kirmes, abgebrannt. Dafür werden die Feuerwerkskörper vom Rathaus aus gezündet. Der Bezirksvertreter Uli Lohmar (CDU) sieht die Verlegung des Feuerwerks aber als einen Eingriff in das Brauchtum Uerdingens. Man hat bereits in der Vergangenheit die Tradition des Sinter Claas beschnitten, nun wolle man auch noch die Kirmestradition umbiegen. Aus Sicht von Lohmar ist das nicht akzeptabel.

Das letzte Wort in Sachen Kirmes ist aber noch nicht gesprochen. Bezirksvorsteher Jürgen Hengst von der SPD hat der Verwaltung die Möglichkeit eingeräumt, zur nächsten Sitzung eine Auflistung vorzulegen, warum die Kirmes nicht in traditioneller Form abgehalten werden kann. Zugleich sollen Maßnahmen aufgezeigt werden, wie die im Wege stehenden Hürden beseitigt oder anderweitig überwunden werden können.

Dass das Feuerwerk ganz ausfällt, darum müssen sich die Kirmesbesucher keine Sorgen machen. Die Diskussion beschäftigt sich nur mit dem Standort und nicht mit der Grundsatzfrage, ob das Feuerwerk stattfindet oder nicht. Es werden also alle Feuerwerksliebhaber auf ihre Kosten kommen.

Nicht nur in Uerdingen hat die Kirmes Tradition. In den Ortsteilen Fischeln und Hüls wird sogar zwei Mal gefeiert. Fischeln lädt vom 9. April bis 11. April sowie vom 26. August bis zum 29. August ein. Hüls feiert vom 5. Mai bis 9. Mai und vom 2. September bis 5. September. Im Stadtteil Linn sind der 16., 17. und 18. April für das Abhalten der traditionellen Kirmes im Veranstaltungskalender vermerkt.

Die Kirmessen in den Stadtteilen sind nur eine kleine Auswahl von den Brauchtumsveranstaltungen, die das Jahr über stattfinden. Ein weiteres Highlight ist die Sprödentalkirmes, die zwei Mal jährlich auf dem Sprödentalplatz gefeiert wird. Termin für die diesjährige Frühjahrskirmes ist vom 22. April bis 1. Mai. Zur Herbstkirmes wird vom 30. September bis 9. Oktober geladen.

Interessant dürfte auch der Krefelder Pottbäckermarkt sein, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Das Pottbäckerhandwerk ist fest mit der Region verwurzelt. Vor den Toren der Stadt stachen die Töpfer vor 300 Jahre den Lehm für die Herstellung ihrer Keramiken. Gebrannt wurden diese in den sogenannten Pottbäckerkuhlen unterhalb des Johannesturms, der auf dem Hülser Berg steht. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang des Pottbäcker Wanderwegs erinnern an diese alte Handwerkskunst. Feierlich wird an jene mit dem Pottbäckermarkt erinnert. Er öffnet am 7. und 8. Mai seine Pforten.

Bildquelle: © Sandra Krumme / Pixelio.de

Rauch von zertifizierten Bengalos gefährdet nicht die Gesundheit

Das Verfahren gegen den 25-jährigen Osnabrücker wurde eingestellt. Die zur Anklage gekommene Aktion fand Anfang März 2014 statt. Der Angeklagte ist in der Fußballszene seiner Heimatstadt als Anführer in der Ultra-Szene aktiv. In dieser Eigenschaft ließ er anlässlich eines Spiels seines VfLs gegen die Münsteraner 25 Bengalische Fackeln abbrennen.

Das Ganze sollte sozusagen eine Pyroshow für die eigenen Anhänger sein. Weder wurden gegnerische Fans noch Ordnungskräfte oder Spieler auf dem Platz mit den Feuerwerkskörpern konfrontiert. Aus den eigenen Reihen kamen auch keine Beschwerden. Verletzte gab es nicht. Dennoch verstießen die Osnabrücker Fans gegen das Verbot von Pyrotechnik im Stadion. Der Angeklagte als mutmaßlicher Rädelsführer musste sich deshalb einem gerichtlichen Verfahren stellen.

Im Raum stand der Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung, obwohl es keinerlei Verletzte gegeben hatte. Da bei niemandem eine körperliche Versehrtheit gegeben war, rückte die bei den Bengalos übliche Rauchentwicklung in den Mittelpunkt des Interesses. Ist eventuell schon allein deswegen der Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung erfüllt? Das verneinte nun das Landgericht durch die Einstellung des Verfahrens. Es befasste sich in zweiter Instanz mit dem Fall. Das erstinstanzliche Gericht hatte den Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, woraufhin dieser – nunmehr erfolgreich – in Berufung ging.

Die Verfahrenseinstellung erfolgte aus verschiedenen Gründen. So hatte der Angeklagte selbst keine Bengalos gezündet, sondern nur das Kommando zum Zünden gegeben. Zudem seien die Fackeln legal erworben und zertifiziert gewesen. Damit liegt kein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor. Es erlaubt Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, Feuerwerkskörper im Freien abzubrennen. Dass im Stadion von Münster das Abbrennen von Pyrotechnik verboten ist, blieb außen vor. Die Fackeln kämen beispielsweise ebenfalls in der Berg- und Seenotrettung zum Einsatz. Ihre Verwendung ist in Deutschland nicht strafbar.

Weiterhin gab das Gericht zu bedenken, dass bislang keine Gutachten vorlägen, die eine Gesundheitsgefährdung durch die übermäßige Rauchentwicklung der Fackeln bestätigen würden. Für die Beweisaufnahme wurde unter anderem ein Gutachter der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) gehört. Er sagte zwar aus, dass eine kurzzeitige Reizung der Augen durch den Rauch durchaus möglich sei, ob jener allerdings auch langfristige Gesundheitsschäden nach sich ziehe, entziehe sich aufgrund der fehlenden Studien seiner Kenntnis. Außerdem hielt er dem Angeklagten zugute, dass das Anzünden unter freiem Himmel erfolgte. Der Gutachter bestätigte weiterhin, dass es sich um legal beschaffte und zertifizierte Feuerwerkskörper handelte, sodass in dieser Hinsicht kein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorliegt.

Der Angeklagte forderte seine „Gefolgsleute“ am Tattag auf, die Bengalos kurz vor dem Anpfiff des Spiels im eigenen Fanblock zünden. Er habe dabei aber keinesfalls das Verletzen von Menschen noch eine anderweitige Gesundheitsgefährdung derselben im Sinn gehabt, sagte er vor Gericht aus. Dieses sichtete ferner von der Polizei gemachte Videoaufnahmen von der Szene in der Osnabrücker Fankurve. Letztendlich aber wurde das Verfahren eingestellt. Für den Angeklagten zwar ein Erfolg, allerdings nur ein teilweiser, denn in Osnabrück läuft noch ein weiteres Verfahren gegen ihn. Gegenstand desselben ist ebenfalls eine Körperverletzung, die er während Randalen im Stadion im Dezember 2014 begangen haben soll.

Die Ultras sind eine bundesweit organisierte Fangemeinschaft, die sich öffentlich für die Legalisierung von Pyrotechnik in Fußballstadien einsetzen. Dafür haben sie die Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ ins Leben gerufen.

Bildquelle: © Gabi Schoenemann / Pixelio.de

Jahr des Affen begann mit großem Feuerwerk

703001_web_R_K_B_by_Matthias Riesenberg_pixelio.de (2)Ganz China befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Gefeiert wird das Chinesische Neujahrsfest, mit dem am 8. Februar das Jahr des Affen begrüßt wurde. Das Neujahrsfest ist der höchste Feiertag der Chinesen. Anders als bei uns wird es nicht nur eine Nacht gefeiert, sondern gleich 15 Tage lang. Das Fest ist also noch in vollem Gange. Feuerwerk spielt bei diesem seit jeher eine große Rolle. Immerhin sind die Chinesen die Erfinder desselben. Über dem Victoria Harbour in Hongkong stieg beispielsweise am Abend des 10. Februar ein gigantisches Feuerwerk in den Himmel. Aber auch an anderen Orten konnten farbenprächtige Pyroshows bewundert werden.

Nicht nur in China wird die Tradition des Neujahrs hochgehalten. Sie ist weit im asiatischen Raum verbreitet und hat mittlerweile ebenfalls in Deutschland Einlass gefunden. In Düsseldorf wird seit Jahren das Chinesische Neujahrsfest gefeiert. Hierzu luden die Veranstalter unter anderem am 5. Februar ab 18 Uhr in das Savoy-Theater ein. Die Gäste erwartete ein buntes Programm mit traditionellen Tänzen, Kung-Fu-Vorführungen und Konzerten mit typisch chinesischen Musikinstrumenten. Ihr Ende fand die Veranstaltung mit einer Tombola, bei der es zahlreiche attraktive Preise zu gewinnen gab. So winkten etwa Flugtickets nach Beijing und diverse Reisegutscheine, um das Land einmal persönlich kennenzulernen. Da China bekanntlich Sitz großer Technologiekonzerne ist, ließen es sich auch Huawei und viele weitere Hersteller nicht nehmen, Sachpreise in Form von Smartphones, Tablets und Smartwatches zu stiften.

Düsseldorf verfügt über einen außergewöhnlich hohen Anteil an Einwohnern aus asiatischen Kulturkreisen, wobei die Japaner den größten Teil ausmachen. Chinesen und Koreaner haben gleichfalls in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt eine Heimat gefunden. Selbst zwei chinesische Schulen gibt es. Sie trugen zum Gelingen des Chinesischen Neujahrsfestes ferner bei.

Allgemein ist das Ruhrgebiet bei den Asiaten beliebt. Rund 900 Unternehmen mit Wurzeln in China haben sich in den vergangenen Jahren in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Im vergangenen Jahr waren es allein 63 Firmen, die in Düsseldorf eine Betriebsstätte eröffneten. Das wurde auf dem ebenfalls schon traditionellen, diesjährigen Neujahrsempfang im Hilton-Hotel bekannt.

In der Mensa der Duisburger Uni standen eine Woche lang chinesische Spezialitäten auf dem Speiseplan. Außerdem wurde in der Mercatorhalle im CityPalais am 1. Februar ausgiebig gefeiert. Dort hieß das lustige Treiben zwar Chinesisches Frühlingsfest, doch die Stimmung war mindestens genauso gut wie zu den Events anlässlich des Chinesischen Neujahrsfestes in Düsseldorf. Getanzt, gesungen und gelacht wurde auch hier. Und natürlich war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Gebratenes Gemüse, Reis und gebratene Nudeln waren buchstäblich in aller Munde.

An die Originale der Feste in ihrer Heimat reichen die deutschen Veranstaltungen nicht heran. Das alltägliche Leben ruht. Es wird einfach nur gefeiert und niemand denkt an Arbeiten.

Einige Familien dürften sogar noch anderes im Sinn haben. Eine besondere Konstellation verbindet den Affen in diesem Jahr mit den Elementen Feuer und Metall. Somit befinden wir uns genaugenommen im Jahr des Feuer-Affen und Kinder, die in diesem Jahr geboren werden, sollen selbstbewusst, schlau und erfindungsreich werden. Und da die Chinesen bekanntlich sehr abergläubisch sind, sollte es nicht wundern, wenn die Rate der Schwangerschaften und Geburten in China bald einen Anstieg zu verzeichnen hat.

Bildquelle: © Matthias Riesenberg / Pixelio.de

Ein Komplettfeuerwerk ist genau das Richtige für besondere Anlässe

483986_web_R_K_by_Mosgnauk_pixelio.de (2)Ein Komplettfeuerwerk ist eine sogenannte Mehrschussbatterie, die mehrere Effekte beinhaltet. Jene sind aufeinander abgestimmt und zünden nacheinander. Das Ergebnis ist ein mehrminütiges Feuerwerk, welches Höhen von 40 bis 70 Metern erreichen kann. Das sieht schon recht professionell aus. Noch effektvoller geht es mit einem sogenannten Verbundfeuerwerk, das sich ebenfalls ganz leicht selbst gestalten lässt. Dafür werden mehrere Feuerwerksbatterien hintereinander gezündet. Diese sind häufig miteinander verbunden, sodass lediglich ein einmaliges Entzünden erforderlich ist.

Wie bei herkömmlichen Böllern und Raketen sollte natürlich ebenfalls beim Komplett- und Verbundfeuerwerk auf Qualität geachtet werden. Grundsätzlich wird der Griff zu geprüften Artikeln mit BAM-Prüfnummer und CE-Kennzeichnung empfohlen. Nur so kann die größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Teilnehmer der Feier einen Sicherheitsabstand einhalten. Am besten werden eine oder mehrere erwachsene Personen bestimmt, die für den Aufbau und das Abfeuern des Feuerwerks verantwortlich sind. Sie sollten dafür Sorge tragen, dass keine Unbefugten Zugang zu den Feuerwerkskörpern haben. Ist der Moment des Zündens gekommen, wird das bevorzugt von nur einer Person ausgeführt. Jene sollte nüchtern sein und sich vorab mit den für das Feuerwerk vom Hersteller gegebenen Sicherheitsregeln vertraut gemacht haben. Das Feuerwerk sollte erst gezündet werden, wenn sich alle Besucher in ausreichendem Sicherheitsabstand befinden. Das könnte beispielsweise in den Verantwortungsbereich der anderen ernannten „Pyrotechniker“ fallen.

Komplettfeuerwerke sind ganzjährig erhältlich, dürfen allerdings nur an Silvester und dem Neujahrstag zu bestimmten Zeiten ohne Genehmigung abgefeuert werden. Für alle anderen Zeiten ist eine Zustimmung von der zuständigen Behörde (Ordnungsamt, Gemeinde- oder Stadtverwaltung) erforderlich. Zumeist ist das Einholen einer solchen Genehmigung problemlos möglich. Teuer wird es ohne eine solche. Wer dem Abbrennen eines Feuerwerks ohne behördliche Erlaubnis überführt wird, für den sieht der Bußgeldkatalog in Verbindung mit dem Bundessprengstoffgesetz eine Geldbuße bis zu 10.000 Euro vor. Zudem haben die einzelnen Bundesländer das unerlaubte Abbrennen von Feuerwerk in ihre landeseigenen Bußgeldkataloge aufgenommen. So drohen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen und Hamburg dafür Bußgelder in Höhe von 250 bis 2.600 Euro. Da kommt das Einholen einer vorschriftsmäßigen Genehmigung deutlich billiger.

Nun noch ein paar Worte zu den Kosten eines solchen Feuerwerks. Komplettfeuerwerke mit mehr als 200 Schuss sind bereits ab 100 Euro erhältlich. Verbundfeuerwerke mit fünf Feuerwerksbatterien und rund 100 Schuss gibt es ab etwa 70 Euro. Weiterhin sind sogenannte Profi-Pyrosysteme im Handel. Sie wurden von Pyrodesignern entwickelt, dürfen an Silvester ohne Einschränkung abgefeuert werden und den Rest des Jahres mit Genehmigung beziehungsweise Gewerbeschein. Sie sind somit für Privatpersonen ebenso interessant wie für Pyrotechniker. Die einzelnen Effekte sind so aufgebaut, das sie mehrere Bilder ergeben. Das System wird nach Plan abgebrannt. Es besteht aus einzelnen Elementen, die variabel auf einer Fläche verteilt werden können. Diese werden separat gezündet. Die Abbrenndauer beträgt mehrere Minuten.

Die Profisysteme gehören der Klasse F2 an, dürfen dementsprechend von Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, im Freiverkauf erworben werden. Sie sind mit maximal zulässiger Füllung versehen. Derartige Pyrosysteme sind aufgrund der höheren Qualität etwas preisintensiver als herkömmliche Verbund- oder Komplettfeuerwerke. Sie kosten zwischen 300 und 900 Euro, was allerdings häufig immer noch unter dem Preis eines professionellen Pyrotechnikers liegt.

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