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Rauch von zertifizierten Bengalos gefährdet nicht die Gesundheit

Das Verfahren gegen den 25-jährigen Osnabrücker wurde eingestellt. Die zur Anklage gekommene Aktion fand Anfang März 2014 statt. Der Angeklagte ist in der Fußballszene seiner Heimatstadt als Anführer in der Ultra-Szene aktiv. In dieser Eigenschaft ließ er anlässlich eines Spiels seines VfLs gegen die Münsteraner 25 Bengalische Fackeln abbrennen.

Das Ganze sollte sozusagen eine Pyroshow für die eigenen Anhänger sein. Weder wurden gegnerische Fans noch Ordnungskräfte oder Spieler auf dem Platz mit den Feuerwerkskörpern konfrontiert. Aus den eigenen Reihen kamen auch keine Beschwerden. Verletzte gab es nicht. Dennoch verstießen die Osnabrücker Fans gegen das Verbot von Pyrotechnik im Stadion. Der Angeklagte als mutmaßlicher Rädelsführer musste sich deshalb einem gerichtlichen Verfahren stellen.

Im Raum stand der Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung, obwohl es keinerlei Verletzte gegeben hatte. Da bei niemandem eine körperliche Versehrtheit gegeben war, rückte die bei den Bengalos übliche Rauchentwicklung in den Mittelpunkt des Interesses. Ist eventuell schon allein deswegen der Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung erfüllt? Das verneinte nun das Landgericht durch die Einstellung des Verfahrens. Es befasste sich in zweiter Instanz mit dem Fall. Das erstinstanzliche Gericht hatte den Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, woraufhin dieser – nunmehr erfolgreich – in Berufung ging.

Die Verfahrenseinstellung erfolgte aus verschiedenen Gründen. So hatte der Angeklagte selbst keine Bengalos gezündet, sondern nur das Kommando zum Zünden gegeben. Zudem seien die Fackeln legal erworben und zertifiziert gewesen. Damit liegt kein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor. Es erlaubt Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, Feuerwerkskörper im Freien abzubrennen. Dass im Stadion von Münster das Abbrennen von Pyrotechnik verboten ist, blieb außen vor. Die Fackeln kämen beispielsweise ebenfalls in der Berg- und Seenotrettung zum Einsatz. Ihre Verwendung ist in Deutschland nicht strafbar.

Weiterhin gab das Gericht zu bedenken, dass bislang keine Gutachten vorlägen, die eine Gesundheitsgefährdung durch die übermäßige Rauchentwicklung der Fackeln bestätigen würden. Für die Beweisaufnahme wurde unter anderem ein Gutachter der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) gehört. Er sagte zwar aus, dass eine kurzzeitige Reizung der Augen durch den Rauch durchaus möglich sei, ob jener allerdings auch langfristige Gesundheitsschäden nach sich ziehe, entziehe sich aufgrund der fehlenden Studien seiner Kenntnis. Außerdem hielt er dem Angeklagten zugute, dass das Anzünden unter freiem Himmel erfolgte. Der Gutachter bestätigte weiterhin, dass es sich um legal beschaffte und zertifizierte Feuerwerkskörper handelte, sodass in dieser Hinsicht kein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorliegt.

Der Angeklagte forderte seine „Gefolgsleute“ am Tattag auf, die Bengalos kurz vor dem Anpfiff des Spiels im eigenen Fanblock zünden. Er habe dabei aber keinesfalls das Verletzen von Menschen noch eine anderweitige Gesundheitsgefährdung derselben im Sinn gehabt, sagte er vor Gericht aus. Dieses sichtete ferner von der Polizei gemachte Videoaufnahmen von der Szene in der Osnabrücker Fankurve. Letztendlich aber wurde das Verfahren eingestellt. Für den Angeklagten zwar ein Erfolg, allerdings nur ein teilweiser, denn in Osnabrück läuft noch ein weiteres Verfahren gegen ihn. Gegenstand desselben ist ebenfalls eine Körperverletzung, die er während Randalen im Stadion im Dezember 2014 begangen haben soll.

Die Ultras sind eine bundesweit organisierte Fangemeinschaft, die sich öffentlich für die Legalisierung von Pyrotechnik in Fußballstadien einsetzen. Dafür haben sie die Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ ins Leben gerufen.

Bildquelle: © Gabi Schoenemann / Pixelio.de

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Feuerwerk

Fußballclub Union Berlin feierte 50. Geburtstag mit großem Feuerwerk

267182_web_R_K_B_by_Didi01_pixelio.de (2)Der vergangene Mittwoch war für den 1. FC Union Berlin ein besonderer Tag: Der Fußballverein konnte seinen 50. Geburtstag feiern und das tat beziehungsweise tut er ausgiebig. Am Abend wurde zu einer festlichen Mitgliederversammlung im Berliner Velodrom mit rund 4.000 Teilnehmern geladen. Vereinsmitglieder, Ehrengäste, Mitarbeiter und Pressevertreter waren anwesend, um das Jubiläum gebührend zu begehen. Ganz im Zeichen der letzten 50 Jahre stand auch das Festprogramm ab 19.00 Uhr.

Aber nicht jeder treue Anhänger ist zwangsläufig Mitglied des Vereins. So wurde ebenfalls für die Fans eine Feier organisiert, die schon am Dienstag im Stadion an der Alten Försterei stattfand. Sie war zugleich der Auftakt zur „eisernen Jubiläumswoche“. Ein Highlight dieser war ohne Zweifel der Schriftzug „50 Jahre FCU“, der mithilfe von Bengalos auf gleich drei Tribünen des Stadions geschrieben stand. Unter dem Gesang aus Hunderten oder vielmehr Tausenden von Fankehlen stieg zeitgleich hinter dem Stadion ein Feuerwerk in die Luft.

Mit der Mitgliederversammlung und der Fanfeier sind die Festlichkeiten aber noch lange nicht zu Ende. Am Freitag, den 29. Januar lädt Union Berlin zur großen Geburtstagsparty unter dem Motto „Es lebe der 1. FC Union Berlin!“ ein. Sie findet an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ab 19.00 Uhr statt. Tickets können im Vorverkauf am Samstag, den 23. Januar ab 11.00 Uhr direkt an der Volksbühne erworben werden. Es steht allerdings nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung.

Der gesamte Veranstaltungsort wird kommenden Freitag in einen Club verwandelt, in dem bis tief in die Nacht hinein nach Herzenslust getanzt werden kann. Für die musikalische Unterhaltung sorgen bekannte DJs. Zuvor wird es einen von Jürgen Kuttner gehaltenen Videoschnipselvortrag geben, der sich mit den 50 Jahren Clubgeschichte näher beschäftigt.

Außerdem steht die Fußballmannschaft am 24. Januar ab 17 Uhr in einem Jubiläumsspiel den Kickern vom BVB Stuttgart gegenüber. Die Karten dafür sind bereits ausverkauft. Nur Vereinsmitglieder und Dauerkartenbesitzer haben noch die Gelegenheit, nicht in Anspruch genommene Karten für einige Restplätze auf der Haupttribüne im Online-Ticket-Shop des 1. FC Union Berlin erwerben. Dafür heißt es aber schnell sein.

Dann gibt es am 30. Januar ein Benefizspiel gegen Austria Salzburg. Im Anschluss daran wird wiederum mit den Fans eine Party gefeiert. Die dafür gesondert verkauften Tickets sind ebenfalls bereits vergriffen. Beide Spiele werden im Stadion an der Alten Försterei ausgetragen.

Das Verhältnis zwischen dem Club und seinen Fans ist seit Jahren ein spezielles. Obwohl die erste Männermannschaft „nur“ in der zweiten Bundesliga spielt, reichen die Mitgliederzahlen ohne weiteres an einen Erstbundesligaverein heran. Ende Juni 2015 waren fast 12.300 Menschen Mitglieder im Verein. Damit schafft es der 1. FC Union Berlin unter die 25 mitgliedsstärksten Vereine Deutschlands und ist sogar der zweitgrößte Sportverein der Hauptstadt. Die Fans selbst tun alles für ihren Club. So halfen sie aktiv mit, dass der Verein für die Saison 2004/05 die notwendigen finanziellen Mittel für die Spielgenehmigung in der Regionalliga zusammenbekam. Mit der Faninitiative „Bluten für Union“ wurden die Menschen zur Blutspende aufgerufen. Die daraus erzielten Erlöse kamen dem Verein zugute und sicherten schließlich den Erhalt der Spielgenehmigung.

Immer wieder helfen die Fans mit Aktionen ihrem Club über finanzielle Engpässe hinweg. Es wurden auch schon Rockkonzerte, T-Shirt-Verkäufe und Benefizspiele organisiert, um der Union unter die Arme greifen zu können. Jene kann sich außerdem der Unterstützung von Firmen, Fangruppen anderer Fußballverein und Prominenten wie etwa Klaus Wowereit gewiss sein.

Bildquelle: © Didi01 / Pixelio.de

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Feuerwerk

Neue Arena wird mit einem Feuerwerk eröffnet

[youtube TfBlJzLTzdE] Der TSG 1899 Hoffenheim macht bereits seit längerem von sich reden, weil der Fußballklub, aus der Regionalliga kommend, über die zweite Liga im Durchmarsch 2008 in die Bundesliga aufstieg. Und dem noch nicht genug, ist Hoffenheim derzeitiger Herbstmeister! Bei so viel Erfolg ist klar, dass die Einweihungsfeierlichkeiten für das neue Stadion ausfallen müssen. Ein glanzvolles Feuerwerk und dazu noch eine anschließende Lasershow läuten das Spektakel am Freitag, den 24. Januar 2009 ein. Der baden-württembergische Ministerpräsident höchstpersönlich lässt es sich nicht nehmen, hier dabei zu sein. Er und Oberbürgermeister Rolf Geinert werden wohl dem großen Mäzen vom TSG 1899 Hoffenheim, Dietmar Hopp, gerne den Vortritt bei den Eröffnungsansprachen überlassen. Das flimmernd-explodierende Feuerwerk wird die 31.000 Zuschauer in Entzücken versetzen. Aber alle wissen, dass es einzig und allein Hopp zu verdanken ist, dass der TSG so erfolgreich wurde. Natürlich war es auch ein glückliches Händchen, als er R. Rangnick als Trainer verpflichtet hat. Denn seitdem geht es so gewaltig voran. Die Eröffnung des neuen Stadions ist ein weiterer Meilenstein der erfolgreichen Arbeit des Dietmar Hopp. Das Stadion wird ‚Rhein-Neckar-Arena‘ heißen. Natürlich ist geplant, die vorhandenen Kapazitäten auch für andere nationale und internationale Sporthöhepunkte zu nutzen.

Dabei ist selbstverständlich klar, dass nicht jedes Ereignis mit so einem wunderbaren Feuerwerk beginnen kann. Das ist nur ganz außergewöhnlichen Anlässen vorbehalten. Ein solcher steht offenbar schon fest: Die Rhein-Neckar-Arena wird ein offizieller Austragungsort bei der Frauen-Fußball-WM 2011 sein. Und spätestens, wenn die Nationalmannschaft im eigenen Land Weltmeister(in) wird, ist es an der Zeit für ein phänomenales Feuerwerk.