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Feuerwerk wird in der EU und in Deutschland unterschiedlich definiert

749944_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de (2)Deutschland ist ein Land mit sehr strengen Vorschriften, was Feuerwerk betrifft. Vielmehr sind es die strengsten Gesetze diesbezüglich, die hierzulande gelten. Die Verordnungen erstrecken sich auf den Kauf, den Besitz und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

Vielen Feuerwerksanhängern werden die in Deutschland geltenden Gesetze zum Verhängnis. Sie kaufen im Ausland Böller, weil diese häufig über einen wesentlichen höheren Knalleffekt als die in Deutschland erlaubten verfügen. Jene Böller sind aber auch gefährlicher, weshalb die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) nicht müde wird, regelmäßig davor zu warnen.

Gleichzeitig weist die BAM immer wieder auf die Unterschiede zwischen den in der EU und den in Deutschland bestehenden Vorschriften hin. In einem EU-Land erworbenes Feuerwerk ist nicht automatisch in Deutschland zugelassen. Das weiß kaum jemand und beim Kauf wird üblicherweise nicht darauf hingewiesen. Der Käufer ist sich selbst überlassen und trägt alle Risiken. Das bezieht sich sowohl auf die gesundheitlichen als auch auf die strafrechtlichen.

Um die Gefahren für die Gesundheit gering zu halten, empfiehlt die BAM, zu Feuerwerksartikeln mit Registriernummer und CE-Zeichen zu greifen. Letzteres beweist, dass der Artikel einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurde. Das Siegel des Verbandes der pyrotechnischen Industrie VPI ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich um legale Feuerwerkskörper handelt.

Jedes Jahr vor Silvester testet die BAM eine große Vielzahl von Böllern, Raketen und weiterer Pyrotechnik. Allerdings besteht das Problem des illegalen Feuerwerks inzwischen ganzjährig. Der Feuerwerksverkauf boomt vor allem in Polen und Tschechien, wo auf Märkten zwischen Ständen mit Lebensmitteln, Kleidung und anderen Waren auch Böller verkauft werden. Ähnlich ist es in Dänemark. Das öffentliche Feilbieten von Feuerwerkskörpern ist aber kein Indiz dafür, dass es sich um legale ungefährliche Knallkörper handelt.

Sogar Knaller mit gefälschten Kennzeichnungen, die geprüfte Sicherheit vorgaukeln sollen, sind bereits im Umlauf. Vor einer Strafe oder – noch schlimmer – vor Verletzungen schützen diese jedoch nicht. Werden derartige pyrotechnische Artikel von der Polizei oder einer Ordnungsbehörde entdeckt, drohen Geldbußen bis zu 50.000 Euro und eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Das deutsche Sprengstoffgesetz sieht in der Einfuhr von illegalem Feuerwerk einen Verstoß gegen geltendes Gesetz, der entsprechend streng geahndet wird.

Es sollte allerdings nicht nur die Angst vor einer Geld- oder Gefängnisstrafe sein, die vom Kauf illegalen Feuerwerks abhält. Das Abbrennen von diesem ist stets ein Spiel mit der eigenen Gesundheit und der anderer Menschen. Im schlimmsten Falle kann es zum Tod führen. Die Böller werden mit einer größeren Menge an explosiven Stoffen gefüllt, um lauter zu knallen. Zumeist ist es Schwarzpulver, das Verwendung findet. Mehr Explosionsstoffe bedeutet gleichzeitig mehr Detonationswucht. Auch weitere Faktoren sind sicherheitstechnisch äußerst bedenklich. Ist beispielsweise ein mit mehr Schwarzpulver gefüllter Knallkörper mit einer zu kurzen Lunte versehen, ist das Risiko groß, dass jener noch in der Hand explodiert. Erhebliche Verletzungen wie etwa der Verlust von Fingern oder gar der ganzen Hand sind die Folge. Bleibt die Zeit, um den Böller wegzuwerfen, aber nicht mehr rechtzeitig aus dem Explosionsbereich zu kommen, ist gleichfalls mit schweren Verletzungen zu rechnen.

Allein diese drohenden Gefahren sollten Grund genug sein, um zu geprüften Feuerwerk aus dem deutschen Fachhandel zu greifen. Vor allem wenn Kinder der Knallerei beiwohnen, sollte sichere legale Pyrotechnik eine Selbstverständlichkeit sein.

Bildquelle: © Tim Reckmann / Pixelio.de

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Brandenburg an der Havel erlaubt weiterhin Feuerwerk

197150_web_R_K_by_Lothringer_pixelio.de (2)Feuerwerke liegen im Trend. Längst steigen nicht mehr nur an Silvester Raketen in den Himmel. Auch Geburtstage, Hochzeiten und sogar Einschulungen werden zum Anlass genommen, Pyrotechnik abzubrennen. In Brandenburg an der Havel wurde diese Entwicklung mit Sorge betrachtet. Nicht nur die jeweiligen Nachbarn fühlten sich von dem Lärm gestört, von den Feuerwerkskörpern geht auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr von Bränden und Verletzungen aus.

Genau das waren die Argumente vom Stadtverordneten Daniel Keip, der ein Verbot von Feuerwerk forderte und dabei ebenfalls auf Unglücksfälle in anderen Orten verwies. Ende Oktober wurde das Ansinnen Keips von der Stadt abgelehnt, allerdings mit Ausnahmen. Ein generelles Verbot sei nicht auszusprechen, da sich brandempfindliche Gebäude, die zudem über eine Eintragung als Einzeldenkmale verfügen, nicht auf enge und verwinkelte Plätze konzentrierten. Es seien keine weiteren Schutzmaßnahmen für die kunst- und kulturhistorische Bausubstanz notwendig. Zusätzliche Abbrennverbote sind nur für besonders brandempfindliche Objekte erforderlich. Dabei werden aber die dafür vorgesehenen Räume nicht unnötig ausgedehnt.

Zu beachten sind weiterhin die im Sprengstoffgesetz festgehaltenen Regelungen, die bundesweit gelten. Sie untersagen das Abbrennen von Pyrotechnik prinzipiell in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altersheimen. Ebenso ist das Zünden von Böllern, Raketen und ähnlichem unmittelbar neben reetgedeckten Häusern und Fachwerkhäusern streng verboten.

Die Erteilung von Ausnahmegengenehmigungen ist in der Zeit vom 2. Januar bis 30. Dezember möglich. Dafür muss jedoch ein Antrag gestellt werden. Professionelle Pyrotechniker verfügen über einen Befähigungsschein, der ihnen die Erlaubnis zum Abbrennen eines Feuerwerks im oben genannten Zeitraum gestattet. Sie müssen aber ebenfalls eine Genehmigung beantragen. Dafür sind sie in der Lage, auch ausgefallene Kunstwerke zu kreieren.

Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen Privatpersonen Pyrotechnik ohne gesonderte Erlaubnis abbrennen dürfen: der Silvestertag und Neujahr. Für alle anderen Tage muss eine amtliche Genehmigung vorliegen und selbst dann dürfen nur Feuerwerkskörper der Kategorie II von Personen über 18 Jahren gezündet werden.

Die Kontrolle, ob ein Feuerwerk genehmigt wurde oder nicht, stellt sich als schwierig heraus. Der Baubeigeordnete Michael Brandt aus Brandenburg an der Havel beklagt die sehr eingeschränkten Möglichkeiten diesbezüglich. Oft werden Anzeigen oder Hinweise anonym gegeben. Das ist meist nicht ausreichend, um ein Ordnungswidrigkeitsverfahren in die Wege zu leiten. Für eine persönliche Überprüfung müssten der Behörde vorab Ort und Zeit des Feuerwerks bekannt sein. Das sei aber nur selten der Fall.

Die besten Chancen, die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen, sind in dem Moment gegeben, wenn das Feuerwerk angezündet wird. Sozusagen also ein Ertappen auf frischer Tat. Komme ein Ordnungshüter zu diesem Zeitpunkt hinzu und sieht eindeutig, welche Person das Feuerwerk gezündet hat, kann diejenige zur Rechenschaft gezogen werden. In der Praxis sind solche Gelegenheiten allerdings sehr rar gesät. Gewöhnlich ist es schon zu spät, wenn Polizei oder Ordnungsamt eintreffen. Tage später erstattete Anzeigen oder gegebene Hinweise haben noch weniger Erfolgsaussichten. Üblicherweise sind es mehrere Personen, die zu einem Feuerwerk zusammenkommen. Im Nachhinein die Person herauszufinden, die das Anzünden durchgeführt hat, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Zum Glück hatten die Stadtverantwortlichen von Brandenburg an der Havel ein Einsehen mit ihren Feuerwerkliebhabern und haben Pyrotechnik nicht gänzlich verboten. An die gesetzlichen Vorschriften sollte man sich dennoch halten.

Bildquelle: © Lothringer / Pixelio.de

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Feuerwerk

Des Einen Freud, des Anderen Leid – ein Feuerwerk gefällt nicht jedem

506998_web_R_K_by_Lutz Stallknecht_pixelio.deSchaut man sich den sommerlichen Veranstaltungskalender an, wird immer öfter als krönender Abschluss von Festen mit einem Feuerwerk geworben. Ein Feuerwerk ist schön anzusehen und stößt bei den Menschen in der Regel auf großes Interesse. Das ist aber nicht bei allen so. In manchen Orten steht mittlerweile fast jedes Wochenende ein Feuerwerk auf dem Programm, zum Leidwesen der jeweiligen Anwohner. Dabei geht es nicht nur um die Lärmbelästigung, sondern ebenfalls um den Dreck und Gestank, den ein Feuerwerk verursacht.

Obwohl in Deutschland strenge Regelungen bezüglich des Abbrennens von Feuerwerken gelten, steigt die Zahl derer beständig. Das Sprengstoffgesetz regelt genau, wer wo welche Art von Feuerwerk entzünden darf. Die spektakulären Höhenfeuerwerke dürfen nur von professionellen Pyrotechnikern geplant und durchgeführt werden. Zudem ist eine Anmeldung bei der zuständigen Gemeinde erforderlich. Raketen sowie Böller sind lediglich an Silvester und für Personen über 18 Jahren zugelassen. Da Feuerwerke vom Profi bereits ab etwa 150 Euro erhältlich sind, werden diese für Privatfeiern wie Hochzeiten zunehmend interessanter. Somit verbreiten Feuerwerke nicht nur Freude, sondern entfachen inzwischen auch immer mehr Unmut bei denjenigen, die als Unbeteiligte dem Feuerwerk beiwohnen müssen.

Die Häufigkeit von Feuerwerken weist regional Unterschiede auf. In manchen Regionen findet ein bis zwei Mal im Jahr ein Feuerwerk statt, in anderen stehen Feuerwerke wöchentlich auf dem Programm. Eine dieser Regionen ist das Rheingau. Der liebliche Landstrich mit seine Weinbergen, Schlössern und guten Restaurants erfreut sich als Feierstatt für Hochzeitspaare großer Beliebtheit. Im Sommer geben sich beispielsweise in Johannisberg jedes Wochenende Heiratswillige das Ja-Wort. Das bedeutet jede Menge Feuerwerk. Doch die Anwohner wehren sich. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet und Unterschriften gegen den Lärm und Dreck gesammelt. Die Stadtverwaltung hat daraufhin mit der Ausarbeitung einer Gefahrenabwehrordnung begonnen. Privatleute dürfen grundsätzlich kein Feuerwerk in dem Ort abbrennen. Bei professionellen Pyrotechnikern ist die Rechtslage dagegen anders. Sie haben das Recht zum Abbrennen eines Feuerwerks. Genau das macht das Erarbeiten der neuen Verordnung schwierig. Die Zahl der Feuerwerke kann rechtlich nicht eingeschränkt werden. Entweder werden alle Feuerwerke verboten oder gar keins. Bei einem Verbot aller Feuerwerke wären ebenfalls das Sommernachtsfest des Karnevalsvereins und das Sommerfest des Rheingau-Musikfestivals betroffen. Denen wollen weder die Bürgerinitiative noch die Stadtverwaltung einen Riegel vorschieben. Daher möchte der amtierende Bürgermeister gemeinsam mit den Veranstaltern eine für alle Seiten vertretbare Lösung finden.

Aber nicht nur im Rheingau entwickeln sich Feuerwerke zu einem Streitthema. Analog dazu haben die beliebten Ferienregionen in Oberbayern mit der zunehmenden Knallerei zu kämpfen. Die einzelnen Gemeinden gehen unterschiedlich damit um. Von einem kompletten Feuerwerksverbot bis hin zur Vereinbarung einer Selbstverpflichtung zwischen Anwohnern und großen Hotels ist alles dabei.

Im hessischen Bad Homburg dürfen außerhalb Silvesters lediglich zwei Feuerwerke abgebrannt werden: zum Bad Homburger Sommer und zum Laternenfest. Hochzeitsgesellschaften wählen hier meist das Golfhaus im Kurpark als Feierlokalität aus. Dort ist das Abbrennen von Feuerwerken unter Rücksichtnahme auf die historische Anlage unerwünscht. Die dort befindlichen Restaurants hätten bislang in diese Richtung auch keine Wünsche geäußert, gab ein Pressesprecher der Stadt an. In Frankfurt lägen keinerlei Beschwerden über Feuerwerke vor, wurde vom Ordnungsamt erklärt. Bislang gingen 2014 dort 24 Anträge ein, die alle genehmigt wurden.

Bildquelle: © Lutz Stallknecht / Pixelio.de

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Pyrotechnik

Vor Gericht endete der Feuerwerk-Kauf

Für einen jungen Mann (20 Jahre) und seinen Freund wurde der Kauf von Feuerwerk nicht so schön wie geplant. Sie kauften auf einem tschechischen Markt, der direkt hinter der Grenze lag, im November 2010 Feuerwerkskörper. Insgesamt waren es 2400 Feuerwerkskörper, die für ein paar Hundert Euro erworben wurden. Damit sollte es zu Silvester eigentlich ein ganz tolles Feuerwerk geben, das aber dann nicht stattfinden konnte. Die Polizei erwischte die beiden jungen Männer. Sie mussten sich nun vor dem Amtsgericht in Ludwigsburg mit dem „Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“ verantworten. Der 20-jähre muss, damit das Verfahren eingestellt wird, bis Mitte des Jahres 30 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Kumpel hat wohl die meisten Feuerwerkskörper gekauft und wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2600 Euro verurteilt.

Eigentlich waren die beiden Männer nicht mit dem Vorsatz, Artikel für das Feuerwerk zu kaufen, nach Tschechien gefahren, sondern wollten sich eigentlich mit Schuhen und Kleidung eindecken. Als ihnen aber die Feuerwerkskörper angeboten wurden, konnten sie zwar erst einmal Nein sagen, wie der 20-jährige dem Gericht erklärte, fanden dann aber das Angebot doch zu verlockend. Der Mann aus Asperg hat 20 Päckchen mit jeweils 20 Knallern gekauft. Diese wurden ihm für knapp 100 Euro angeboten. Sein, als Zeuge geladener Freund, hat für 2000 Feuerwerkskörper rund 300 Euro ausgelegt. Der 25-jährige sagte „Das war ein guter Preis“.

Natürlich dachten sich die beiden jungen Männer bei dem Kauf nicht. Vor allem auch aus dem Grund, dass die Verpackungen mit einer Artikelbeschreibung in Deutsch versehen waren. Aber ist, wie eigentlich jeder wissen muss, längst nicht ausreichend, wenn es um pyrotechnische Produkte geht. Die Feuerwerkskörper sind erst dann zulässig, wenn sie das Prüfsiegel von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) tragen. Ohne dieses sind sie für die Einfuhr, sowohl nach Deutschland als auch in das Bundesgebiet, nicht zugelassen.

Aber Zoll und auch die Bundespolizei warnen jedes Jahr aufs Neue vor den tschechischen Produkten, dass diese nicht auf Sicherheit überprüft wurden oder sogar ein gefälschtes BAM Siegel tragen. Die Behörden kennen die Sicherheitsrisiken und die Gefahr, die solche Feuerwerkskörper mit sich bringen, und warnen auch immer vor den Schnäppchenpreisen für Raketen und Böller. Das ist auch einer der Gründe, warum an den tschechisch-deutschen Grenzen immer wieder Kontrollen durchgeführt werden.

In genau eine solche Kontrolle sind der 20-jährige und 25-jährige geraten. Die Einkäufe sind natürlich direkt beschlagnahmt worden und eine Anzeige auf Grund des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz konnte nicht ausbleiben.

Die Richterin wurde bei ihrem Urteilsspruch auch sehr deutsch gegenüber dem 20-jährigen, der gerade erst seine Ausbildung zum Mechaniker beendet hatte. Sollten die Arbeitsstunden nicht mit Mitte des Jahres geleistet worden sein, dann gäbe es ein neues Verfahren und dieses Angebot gilt dann nicht mehr. Welche Strafe der 20-Jährige dann zu erwarten hat, wurde nicht gesagt.

Aber genau dieses Verfahren sollte für alle eigentlich eine Warnung sein, lieber ein wenig mehr für Feuerwerk zu bezahlen. So aber sich gehen zu können, dass es sich um legale Produkte handelt, von denen kein Risiko zu erwarten ist, wenn sie ordnungsgemäß gehandhabt werden.

Bildquelle: A. Dreher / Pixelio

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Eichsfeld mit ruhigem Silvester

Der Dudenstädter Wall wird sicherlich dieses Jahr sehr leer sein, wenn die Silvesternacht gekommen ist. Hier darf nämlich kein Feuerwerk mehr angezündet werden. Dies ist nun durch einen Beschluss des Rates bekannt gemacht worden. Aber nicht nur hier wird das Zünden der Raketen und Knaller nicht mehr erlaubt sein. Das Sprengstoffgesetz hat schon sehr viele Grenzen gezogen und es ist in vielen Städten und Regionen nicht mehr erlaubt, an bestimmten Stellen ein Feuerwerk zu zünden. Aber es gilt auch, dass um Kirchen, Altersheime, Fachwerkhäusern und Kirchen ein Mindestabstand von 200 Metern eingehalten werden muss, wenn man ein Feuerwerk zünden möchte. Sicherlich werden dies einige Kommunen überwachen. Sie sind aber auch verpflichtet, den Verkauf sowie die Aufbewahrung zu überwachen.

Die Verordnung beläuft sich eigentlich generell auf das Verbot von Feuerwerkskörpern in Ortskernen, die von Fachwerkhäusern geprägt sind. Grundsätzlich ist es auch verboten, in der Gieboldehäuser Marktstraße Böller oder Raketen anzuzünden. Das allerdings ist nicht zu bewachen, wie der Ordnungsamtsleiter von der Samtgemeinde Gieboldenhausen betont hat. Natürlich weiß auch die Polizei von Dudenstadt, dass man nicht überall sein kann, wo das Verbot für das Feuerwerk gilt. Man hofft hier vielmehr auf die Einsicht der Bürger, denn diese wollen natürlich nicht, dass ihr Eigentum in Brand gesetzt wird. Man sollte hier auch selbst an die Bürger appellieren, vor allem aber die jüngeren Leute und Jugendliche zur Einsicht bewegen. Es gab schon einige Orte, in denen die Bevölkerung ihre Einsicht gezeigt hat, wenn auf Grund von Bränden feuerwerksfreie Zonen eingerichtet wurden. Man geht auch hier in Duderstadt davon aus, dass sich die Bewohner und Feuerwerksfreunde an das Abbrennverbot halten werden. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeiten und werden mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro bestraft.

Schon lange wurde hier in der Stadt über das Verbot für Feuerwerke diskutiert, aber erst in diesem Sommer hat man sich einigen können, was mit der Billigung des Antrags von der WDB zusammenhängt. Hier hat sich die Wählergemeinschaft beispielsweise auf einen Brand berufen, der im Jahr 2007 in der Unterkirche stattgefunden hat.

Es ist aber auch nicht möglich, in der Brehmestadt flächendeckende Kontrollen durchzuführen. Dennoch soll es hier kombinierte Streifen des Ordnungsamtes und der Polizei geben. Es soll auch sporadische Kontrollen in anderen Ortsteilen geben.

Damit auch alle Bürger über das Feuerwerksverbot bescheid wissen, werden Plakate nach Weihnachten in der Innenstadt sowie in Geschäften aufgehängt.

Wer ein Feuerwerk zu Silvester anzünden möchte, der hat beispielsweise auf dem Duderstädter Großraumparkplatz die Möglichkeit. Hier gibt es eine große offene Fläche und passieren kann hier eigentlich nur dann etwas, wenn man sich nicht an die Verwendung und Handhabung der Feuerwerkskörper hält.

Die Bürger werden sicherlich Verständnis für das Abbrennverbot haben und sich auch daran halten. Schließlich möchte das neue Jahr auch niemand mit einer Geldstrafe beginnen. Aber man wird sich sicherlich auch im nächsten Jahr wieder auf neue Verbote einstellen müssen.

Foto: waqq66 / pixelio

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Feuerwerk

Messkirchner Altstadt dieses Jahr ohne Raketen?

Silvester ohne Raketen ist kein Silvester, dieser Meinung sind eigentlich alle Menschen, die das neue Jahr mit Raketen und Böller feiern. Aber scheinbar ist es in Meßkirch nicht der Fall, denn hier sind sich Hauseigentümer und auch Feuerwehr einige, dass es in der Messkirchner Altstadt verboten sein sollte, Feuerwerkskörper abzubrennen. Die Stadt hat zwar bislang noch keine solche Regelung aufgestellt, aber ihr ist die Brandgefahr sehr wohl klar.

Die Angst kommt wohl daher, dass in Tübingen im Jahr 2008 in einen Giebel von einem Fachwerkhaus eine Rakete geflogen ist und die Wohnung einer Familie und eine Arztpraxis vollständig zerstört wurde. Auch wurde in Villigen im Jahr 2008 in der katholischen Kirchengemeinde der historischen Altstadt ein Feuer durch einen Böller verursacht.

Diese beiden Brände haben verursacht, dass das Sprengstoffgesetz geändert worden ist. Dieses besagt nämlich, dass Feuerwerkskörper in Fachwerkhaus-Nähe nicht mehr abgebrannt werden dürfen.

Jetzt soll entschieden werden, ob auch in der Altstadt von Meßkirch, in der es viele Fachwerkhäuser gibt, auf das Feuerwerk verzichtet werden soll. Der stellvertretende Kommandant der Messkirchner Feuerwehr, Markus Gruber sagt dazu: „Es ist schon sehr gefährlich, wenn eine Rakete in ein Haus fliegt. Und gerade an Silvester fliegen die Raketen kreuz und quer.“ Er spricht demnach auch dafür, dass das Feuerwerk nicht in der Stadt, sondern außerhalb, stattfindet. So kann der Brandgefahr entgangen werden. Auch Michael Hack, Kreisbrandmeister, sieht große Gefahren „wenn Flugkörper unkontrolliert in den Dächern landen“. Man könne, wie Hack zusätzlich ergänzt, nicht davon ausgehen, dass alle Fenster in der Silvesternacht geschlossen sind. Ein Bewohner der Altstadt fügte hinzu „Mir ist an Silvester nie ganz wohl“. Er selbst meint auch „man sollte sich schon einmal ernsthafte Gedanken über ein Verbot machen“.

Aber nicht alle Bürger sind der gleichen Meinung, denn viele sehen die Angst vor drohenden Bränden als übertrieben. Schließlich kann immer etwas passieren, sei es in der Nähe von Häusern oder auch außerhalb. Ein Verbot ist auch nie zu kontrollieren, denn dafür hat die Polizei einfach nicht genügend Einsatzkräfte. Es wird immer wieder Menschen geben, die sich dem Verbot wiedersetzen und Raketen und Böller auch in der Altstadt zünden.

Sicherlich gibt es eine Gefahr, gerade, wenn diese in der Nähe von Häusern abgebrannt werden und Häuser treffen.

Aber es stellt sich auch die Frage, ob nicht lieber an diejenigen appelliert werden sollte, die Raketen und andere Feuerwerkskörper zünden, dass sie eben Abstand von Fachwerkhäusern nehmen. Überall gibt es Ortschaften, in denen auch manchmal nur ein Fachwerkhaus steht. Nur wegen dieses Hauses wird auch nicht gleich ein Verbot ausgesprochen.

Ob die Messkirchner nun auf ein Feuerwerk in der Altstadt verzichten müssen, ist noch nicht klar, aber es sind auch noch 2 Monate bis Silvester und in dieser Zeit kann noch viel passieren. Das Verbot könnte auch kurzfristig ausgesprochen werden. Die Messkirchner werden sich wohl noch einige Wochen mit dem Thema beschäftigen.

Foto: daldag / Pixelio