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Wieder ein Verbot für Silvesterfeuerwerk

Es gibt ständig Verbote für das Abbrennen von einem Silvesterfeuerwerk in historischen Ortskernen. Ständig beraten die Gemeinde- und Stadtmitglieder über Verbote. Nun ist wieder eines ausgesprochen. Dieses Mal für Istein. Hier dürfen im historischen Ortskern ab sofort auch keine Raketen, Böller und andere Feuerwerkskörper mehr in der Silvesternacht angezündet werden.

Natürlich ist es in Istein noch immer erlaubt, Silvester mit einem Feuerwerk zu feiern, aber der historische Ortskern, der sogar unter Denkmalschutz steht, wird frei von jeder Knallerei sein. In Zukunft ist es nicht mehr erlaubt, hier ein Feuerwerk anzuzünden. Dies hat der Gemeinderat am 22. November so beschlossen. Zwar sind auch in anderen Ortsteilen zahlreiche Bürger in den noch restlichen Tagen vom Jahr 2010 besorgt, was ihr Eigentum angeht, aber weitere Verordnungen sind, wie der Hauptamtsleiter Silbereisen ausgesagt hat, nicht eingeplant. Ausgelöst hat das „Abbrennverbot für Feuerwerkskörper“ waren die Brände, die in der Altstadt von Tübingen sowie Villingen-Schwenningen durch Feuerwerksraketen an Silvester in den Altstädten ausgelöst wurden. Das hat einige Bürger veranlasst, den Ortschaftsrat aufzusuchen und ihn darum zu bitten, dass das Verbot geprüft wird.

Sowohl für den Ortschaftsrat, die Verwaltung als auch die Gemeinderäte hat es auch Sinn gemacht, über dieses Verbot nachzudenken und es auch auszusprechen, denn die die Struktur und die Bausubstanz sind sehr verwinkelt.

Allerdings wird es schwer sein, festzustellen, woher ein Feuerwerkskörper kommt, wenn doch einer in dieser Gegend abgebrannt wird. Daher wird hier auch auf die Bürger selbst gesetzt, dass sie eine „soziale Kontrolle“ durchführen.

Auch der Feuerwehr-Gesamtkommandant, Werner Schmid, hat dieses Verbot unterstützt. Es gäbe viele Winkel, Gauben, Nischen und Vorsprünge, die eine Gefahr darstellen. Weiterhin ist es aber auch schwer, zu manchen Anwesen zu gelangen, wenn es wirklich brennen sollte.

Es gibt weitere Ortschaften, in denen die Bürger für ein Verbot sind, weil eben die Bausubstanzen sehr alt sind und damit auch anfälliger. Ortsvorsteher aus Wintersweiler, Gerd Reinauer, möchte unter anderem weiterhin an dem Brauch festhalten, dass der Jahreswechsel auf dem Dorfplatz gefeiert wird. Natürlich wird auch hier ein Silvesterfeuerwerk veranstaltet. Die Bürger wird hier ins Gewissen geredet, dass sie nicht zum Dorfkern ziehen und hier Silvesterraketen loslassen.

Sicherlich ist es für einige Bürger ärgerlich, dass sie eben nicht dort feiern könne, wo sie möchten, beispielsweise im historischen Ortskern, aber dafür muss man einfach Verständnis zeigen. Es kann auch passieren, dass es noch weitere Verbote vor Silvester gibt. Aber auch im nächsten Jahr muss mit weiteren Verboten gerechnet werden. Dies gilt vor allem für die Regionen, in denen dieses Jahr zum Jahreswechsel etwas passieren sollte.

Wenn sich die Bürger an die Verbote halten und mit den Silvesterraketen so umgehen, wie sie sollten, dann kann eigentlich nichts passieren und vielleicht werden dann auch weniger Verbote für Silvester ausgesprochen. Es kann eigentlich nur an die Bürger appelliert werden, dass beim Abbrennen der Raketen, Böller und Kracher aufgepasst wird.

Foto: itk / Pixelio

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Kein Silvesterfeuerwerk in Tübingen

pict0046In Tübingen wird das Silvesterfeuerwerk im Bereich der Altstadt verboten. Die Polizeibehörde erließ eine Verfügung und der Rat der Stadt billigte einstimmig den Beschluss. Der Oberbürgermeister und der Gemeinderat treten der Gefahr gemeinsam gegenüber, die von Feuerwerkskörpern ausgeht. Es liegen Vermutungen nahe, dass von einem Feuerwerkskörper ein Brand im Dachstuhl der Linzschen Apotheke entfacht wurde. Die CDU Stadträtin Sabine Lüllich fordert mehr Möglichkeiten, damit Menschen und Gebäude geschützt werden können.

In das alleinige Ermessen des Oberbürgermeisters fällt die Verordnung einer entsprechenden allgemeinen Verfügung. Der Oberbürgermeister ist zwar auch oberste Polizeibehörde, doch Boris Palmer bat um politische Unterstützung bei den Fraktionen. Ende Juni 2009 folgte der Gemeinderat seinem Vorschlag.

Es wurde eine Verbotszone in Tübingen festgelegt, in der am Silvestertag kein Feuerwerk gezündet werden darf. Davon ist die komplette Altstadt betroffen. Dieses Verbot zieht sich von der Eberhardsbrücke bis westlich zur Mühlstraße, vom Stadtgraben bis zur Kelternstraße, von der Belthlestraße bis östlich zur Alleenbrücke und nördlich der Uhlandstraße. Mit einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit wird darauf hingewiesen, dass mit einer hohen Strafe zu rechnen ist, wenn dagegen verstoßen wird.

Für das ganze Jahr ist schon für die ganze Stadt ein Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern der Klasse II verhangen worden. Darunter zählen zum Beispiel Knallkörper, Schwärmer, Raketen, Kleinfeuerwerk und noch einige andere. Nur mit einer gesonderten Genehmigung dürfen Feuerwerkskörper gezündet werden. Die einzige Ausnahme war bisher die Zeit von Silvester und Neujahr. Jetzt wurde in der Altstadt diese Ausnahme aufgehoben.

Die anderen Stadtgebiete von Tübingen sind davon nicht betroffen. In diesen kann der Jahreswechsel wie gewohnt farbenfroh, laut und rauchend begangen werden. Raketen, Kracher, Bengalo und Magnesiumfackeln dürfen weiterhin genutzt werden, um das neue Jahr zu begrüßen.

Foto: © Peter von Bechen / Pixelio